Versicherer geben mittlerweile attraktive Anreize für die Durchführung der DGUV V3 Prüfung

Der deutsche Staat ist nicht der einzige, der ein Interesse daran hat, dass die in Deutschland geltenden Richtlinien zum Arbeitsschutz wie gefordert umgesetzt werden. Versicherungen haben in den letzten Jahren durchaus kreativere Wege gefunden für die eigenen Kunden Anreize zu schaffen die Verpflichtung zur DGUV V3 Prüfung nicht schleifen zu lassen. Wurde früher in erster Linie mit dem Entzug des Versicherungsschutzes gedroht bei nicht eingehaltenen Fristen und entfallenen Prüfungen, wurde in den vergangenen Jahren von einigen Versicherern ein Belohnungssystem eingeführt. Mit diesem verbunden sich oftmals finanzielle Erleichterungen. Werden Beweise in Form von Rechnungen und Prüfprotokollen eingereicht, ist es keine Seltenheit mehr einen Anteil der gezahlten Beiträge zum Ende des Jahres zurückzuerhalten. Für Unternehmen, die oft mit hohen Versicherungsbeiträgen zu kämpfen haben ist dies bereits eine spürbare Erleichterung der finanziellen Verpflichtungen.

Der Versicherungsschutz gerät bei einem unsicheren Arbeitsumfeld ebenfalls in Gefahr

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Der Versicherungsschutz ist heute keine Wand mehr im Rücken der Unternehmer, sondern gleich bei einem Blick in das Kleingedruckte vielmehr einem Schweizer Käse mit zahlreichen kleinen Löchern. Diese Löcher stehen oftmals für Verantwortungen der Arbeitgeber, deren Vernachlässigung den Versicherungsschutz akut in Gefahr bringt. Die meisten Versicherungen möchten sich nicht grundsätzlich vor einer Zahlung drücken, sind jedoch aufgrund der immens hohen Schäden, die bei einem Arbeitsunfall entstehen können, dazu gezwungen diese Politik zu betreiben. Entfällt die Erstprüfung eines Produktionsgeräts und dadurch kommen Arbeiter zu Schaden oder ein Brand entsteht, sind finanzielle Schädigungen im sechsstelligen Betrag durchaus keine Seltenheit. Die Mitverantwortung in Bezug auf die DGUV V3 Prüfung ist daher keineswegs als übertrieben oder unfair gegenüber den Unternehmern zu bezeichnen. Weiterhin hilft diese Maßnahme die Versicherungsbeiträge in einem überschaubaren Rahmen zu halten und somit nicht aus Kostengründen auf eine professionelle DGUV V3 Prüfung verzichten zu müssen.

Unternehmer können sich auch persönlich haftbar machen

Im Gesetz ist es eindeutig, wer die Schuld für einen Arbeitsunfall trägt. Der Arbeitgeber muss dafür Sorge halten, dass alle Vorsichtmaßnahmen ergriffen und Vorschriften erfüllt wurden, um den Arbeitsplatz bis auf das immer bestehende Restrisiko so sicher wie nur möglich zu gestalten. Ist ein Unfall mit Verletzten geschehen, der eindeutig auf Mängel in der Sicherheit zurückzuführen ist, muss sich der Arbeitgeber auch selbst vor dem Gesetz verantworten. Dies kann von Schmerzensgeld bis zu einer Haftstrafe reichen, sollten bleibende Schäden oder sogar der Tod eines Arbeiters eingetreten sein. Da diese Vorfälle so gut wie immer der Polizei gemeldet werden, ist es auch nicht möglich diese Verstöße einfach unter den Tisch fallen zu lassen oder sich privat mit den Geschädigten zu einigen. Die DGUV V3 Prüfung zu einer gewohnten Routine werden zu lassen, zahlt sich daher auf lange Sicht gerechnet für die Unternehmen immer aus. Erfahren Sie mehr zum Thema hier: https://dguv-v3-pruefung-berlin.de/

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